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3. Sächsischer Migrationsgipfel 2016

LogoAm 19.11.2016 fand der 3. Sächsische Migrationsgipfel in Dresden statt. Unter dem Motto „Wir gehören zu einem lebendigen Gemeinwesen!“ trafen sich dort auf Einladung des Landesverbandes „Integrationsnetzwerk Sachsen e. V.“, in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, AkteurInnen und Engagierte in der Integrations- und Migrationsarbeit.

Der 3. Migrationsgipfel war als Vorveranstaltung für die Gründung / Etablierung eines Dachverbandes der sächsischen Migrantenorganisationen angelegt. Aus diesem Grund war die Teilnahme zahlreicher VertreterInnen von Migrantenorganisationen wichtig für die zukünftige Entwicklung.

Es ist das Ziel, eine ordentliche, sachsenweite starke Migrantenvertretung über Migrantenorganisationen durch weitere Vernetzung zu schaffen. In dieser sollen die Migrantenorganisationen nach innen gestärkt werden und nach außen einen ordentlichen Ansprechpartner gegenüber Politik und Verwaltung erhalten.

Nach der Begrüßung durch die Vertreterin der Landeszentrale für politische Bildung, Sabine Kirst, und den Tagungsmoderatoren Grit Hanneforth (Kulturbüro Sachsen e. V.) und Emiliano Chaimite (Afropa e. V.), folgte eine eröffnende Expertendiskussion. Bei dieser waren die Vorsitzenden der Dachverbände der Migrantenorganisationen der neuen Bundesländer Mamad Mohamad / LAMSA e. V. (Sachsen-Anhalt), Janny Guevara / MigraNetz Thüringen (Thüringen), Ruben Cardenas / MIGRANET-MV (Mecklenburg-Vorpommern) und Diana Sandler von MIR e. V. (Brandenburg) sowie Sebastian Vogel in Vertretung der Staatsministerin für Integration und Gleichstellung geladen und wurden durch die Moderatorin Tatjana Jurk vom Landesverband „Integrationsnetzwerk Sachsen e. V.“ zur Thematik eines landesweiten Dachverbandes von Migrantenorganisationen und den dazugehörenden Möglichkeiten, Problemstellungen und Erfahrungswerten befragt.

Nach einer intensiven Debatte – auch unter Einbeziehung des Publikums – folgten zwei Inputvorträge, die Text und Kontext der Notwendigkeit der Gründung / Etablierung eines Dachverbandes sächsischer Migrantenorganisationen schufen.

Als erstes sprach Frau Prof. Dr. Karin Weiss zur Thematik der Spezifika von Migrantenorganisationen in Ostdeutschland, gefolgt von einem Beitrag des sächsischen Ausländerbeauftragten Geert Mackenroth zu den Besonderheiten der aufnehmenden sächsischen bzw. ostdeutschen Zivilgesellschaft.

Parallel zur Mittagspause konnten sich Interessierte dann zu den Ergebnissen der 2016 in Bautzen, Plauen, Chemnitz, Leipzig und Pirna veranstalteten Regionaltreffen informieren. Die Regionaltreffen waren Ideenpool und Themengeber für den 3. Sächsischen Migrationsgipfel, da vor Ort mit NetzwerkerInnen und Engagierten in Workshops zu inhaltlicher Ausrichtung und äußerem Anspruch eines Dachverbands diskutiert wurde.

Nochmals vielen Dank allen Beteiligten.

Nachdem Staatsministerin Petra Köpping begleitende Worte zur Veranstaltung gesprochen hatte, wurde für 2 Stunden miteinander in Workshops diskutiert.

Im Workshop 1 an Thementischen:

Zu Perspektiven eines Dachverbandes der sächsischen Migrantenorganisationen – genauer zu Struktur, Satzung und Mitgliedschaft / sächsische Definition Migrantenorganisationen. Gemeinsam mit den TischgastgeberInnen Dr. Petra Schickert (Kulturbüro Sachsen e. V.), Dr. Martin Gillo (Staatsminister a. D.) und Emiliano Chaimite (Afropa e. V.) wurden Ideen, Lösungen und Aspekte besprochen.

In den beiden anderen Workshops standen Themen im Vordergrund, die sich auf den Regionaltreffen als besonders wichtig herauskristallisiert hatten. Mit einem Input der Migrationsbeauftragten der Stadt Chemnitz, Etelka Kobuß, wurde die Thematik Partizipation – Öffnung von Politik und Verwaltung / Aktivierung von MigrantInnen begleitet. Patrick Irmer vom Sächsischen Flüchtlingsrat e.V. eröffnete den Workshop zu Flucht und Asyl als Herausforderung in der Migrationsgesellschaft.

Nach intensiven Debatten innerhalb der Workshops trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nochmalig im Plenum, um zusammenfassende Worte des Tages zu hören und die weiteren Schritte zu besprechen.

Ergebnis des 3. Migrationsgipfels ist, dass im Jahr 2017 ein Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen etabliert werden wird – dafür treffen sich Vereinsvorstände und Mandatsträger im Januar 2017 in einer weiterführenden Koordinierungsgruppe, um den Dachverband als juristische Person zu gründen.

„Wir gehören zu einem lebendigen Gemeinwesen!“ – 2017 mit einer ordentlichen Vertretung von MigrantInnen für MigrantInnen gegenüber Politik und Verwaltung und als Partner im Rahmen der Ostvernetzung.

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