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Großes Interesse russischsprachiger MigrantInnen am Thema Prävention von Demenz

Großes Interesse russischsprachiger MigrantInnen am Thema Prävention von Demenz Am 16.4.2016 veranstaltete der Landesverband „Integrationsnetzwerk Sachsen“ e.V. in Freital eine Schulung für russischsprachige MigrantInnen zum Thema „Prävention von Demenz“. Die Schulungsreihe ist zentraler Inhalt des Projektes „Schulung und Vernetzung von Akteuren zur Unterstützung pflegebedürftiger Migrantinnen und Migranten in Freital“. Das Projekt wird seit Herbst 2015 für zwei Jahre aus Mitteln des Bundesmodellprogramms „Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz“ gefördert.

Die steigenden Zahlen von Menschen mit einer Demenzerkrankung im Allgemeinen stellen für die Gesellschaft, die Versorgungssysteme und vor allem für die pflegenden Angehörigen eine zunehmende Herausforderung dar. Da laut einer Studie des BAMF (2012) MigrantInnen in Deutschland durchschnittlich 10 Jahre früher pflegebedürftig werden als Einheimische und weil sie im Vergleich zu in Deutschland geborenen Menschen erhöhte Zugangsbarrieren (Informationsdefizite, Sprachbarrieren u.a.m.) haben, besteht für ältere Menschen mit Migrationshintergrund derzeit ein besonderer Handlungsbedarf. Unter den russischsprachigen MigrantInnen in Sachsen und Freital finden sich nicht wenige SeniorInnen.

Großes Interesse russischsprachiger MigrantInnen am Thema Prävention von Demenz

Bereits im März 2016 fand eine erste Schulung mit ca. 17 TeilnehmerInnen statt, bei der es nach einer Einführung in das Thema Demenz(en) einen Vortrag eines Beraters einer Pflegekasse zu aktuellen und zukünftigen (ab 1.1.2017) Pflegeleistungen gab. Schließlich wurden den Interessierten deutsch- und insbesondere russischsprachige Informationsmaterialien zur Verfügung gestellt.

Ein noch größeres Interesse wurde am Thema der zweiten Schulung (am 16.4.2016) deutlich. Wie kann dementiellen Erkrankungen vorgebeugt werden? Diese Frage war Schwerpunkt der Schulung, bei der sich 29 TeilnehmerInnen mit Migrationshintergrund aus Freital und einigen anderen sächsischen Kommunen weiterbildeten. Nach einem kurzen Überblick zu Möglichkeiten der Diagnostik und Behandlung von Demenz stand das Thema Prävention ganz im Mittelpunkt des Schulungstages. Dazu präsentierte die Referentin Elena Maevskaya (Demenz-Servicezentrum für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, AWO Gelsenkirchen) das in Gelsenkirchen bereits erfolgreich implementierte Modellprojekt „Gedächtnisschule“. Die SchulungsteilnehmerInnen führten unter Anleitung verschiedene präventiv wirkende Übungen durch. Derzeit plant der Landesverband „Integrationsnetzwerk Sachsen“ e.V. einen Transfer der Idee „Gedächtnisschule“ in einzelne sächsische Kommunen.

Die OrganisatorInnen der Freitaler Schulungsreihe möchten Interessierte darauf hinweisen, dass die nächste Schulung am 8.7.2016 zum Themenbereich „Demenz im Alltag. Praktische Hinweise für Betroffene und Angehörige zu Kommunikation, Hilfsmitteln und speziellen Demenz-Wohngemeinschaften“ in Freital stattfinden wird.

Kontakt:
Tatjana Jurk und Katja Lindner
Projekt „Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz“
Telefon: 0351 / 64 89 26 16; 0351 / 65 21 95 88
E-Mail: lokale-allianz-freital-ins@gmx.de
Landesverband „Integrationsnetzwerk Sachsen“ e.V.
Dresdner Straße 162
01705 Freital